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ArtschoolVets! – Mode 2 / SuperBlast – Review & Interview

(German only text!)

Am vergangenen Wochenende veranstalteten Mode 2 und Superblast ein gemeinsames Ausstellungs-Kunst-Event im Studio 44 in Berlin-Mitte. Noch vor der offiziellen Eröffnung hatten wir die beiden berfreundeten Künstler im Studio aufgesucht, beim Aufbau und letzten Malerarbeiten zugeguckt und anschließend im Werkraum, mit Superblast einen kleinen Plausch gehalten.

Zu sehen gab es große Leinwände und Installationen, Superblast’s Ikonen und Illustrationen von Mode2. Eine spannende Kombination zweier so unterschiedlichen künstlerischer Stile, die beide auf ihre Weise einmalig sind. Leider hielten die beiden ein sehr kurzes Gastspiel und die Ausstellung schloss bereits wieder am Sonntag, den 10. Oktober. Wer das Ereignis verpasst haben sollte, der bekommt nach dem Jump eine bildliche und erläuternde Zusammenfassung des Happenings. Wir hoffen auf baldige Wiederholung.

Die Goldflocken hier auf dem Boden, sehen beinahe nach echtem Blattgold aus.

Das ist aber lediglich ein Schlagmetall. Die Sorte, die ich für meine Bilder verwendet habe, steht in der Wertigkeit aber gleich hinter echtem Blattgold. Das war eine wahnsinnig aufwendige Arbeit, die Blätter einzeln auf die Leinwand zu schlagen und zu verstreichen.

Abgesehen vom schimmernden Gold machen deine Arbeiten auf den ersten Blick immer einen etwas düsteren Eindruck.

Das stimmt. Ist aber nicht düster gemeint. Es gibt zwar auch Totenköpfe, die aber irgendwie auch happy aussehen. Meine Arbeiten haben eher mit Psychologie zu tun. Sie sind eine Reflektion mit dem Tod, mit der Sterblichkeit des Menschen. Mode’s Arbeiten hingegen gehen in eine ganz andere Richtung und sie sind ein toller Gegensatz zu meinen Ikonen, was die Ausstellung so interessant macht.

Entsprechend habt ihr euch kein gemeinsames Thema für die Ausstellung gesucht, sondern lasst den Kontrast zwischen euren Stilen wirken?

Genau. Eigentlich hat jeder das gemacht, was er immer macht. Dabei arbeitet Mode mehr illustrativ und hat mehr Leichtigkeit in seinen Bildern. In seinem Strich und seinen Themen. Er spielt mit dem weiblichen Körper, dem Tanzen, ich hingehen arbeite mit Symbolen. So sind meine Arbeiten mehr statisch und konzeptuell aufgebaut. Und ich behandle schwerere Themen. Wie eben Sterblichkeit, Urängste und psychologische Archetypen, Themen mit denen man sich nicht unbedingt alltäglich auseinandersetzt.

Was war der Anlass für eine gemeinsame Ausstellung?

Wir wollten einen Beitrag zur derzeit laufenden Kunstwoche in Berlin, mit zum Beispiel dem art forum und zahlreichen anderen Ausstellungen und Messen leisten. Dabei hatten wir bereits bevor wir anfingen an der Ausstellung zu arbeiten, den Raum zur Verfügung und haben uns zu diesem ein Konzept überlegt.

Ihr habt also in den Raum hinein gearbeitet?

Richtig. Von den Gegebenheiten des Raumes her ist zum Beispiel die Idee mit den lichtdurchlässigen Leinwänden entstanden. So haben wir uns die großen Fensterfronten die uns eigentlich behindern und Platz zum Hängen von Bildern wegnehmen, zu Nutzen gemacht. Das Tageslicht leuchtet durch diese Leinwände, am Abend tut es ein Scheinwerfer wodurch ein tolles Lichtspiel entsteht. So können die Leinwände umwandert und von beiden Seiten betrachtet und die Bilder immer etwas anders gesehen werden. An der hinteren großen Wand macht Mode außerdem ein Live-Painting, das er jetzt schon vorgezeichnet hat und über die Tage hinweg fertig machen wird.

Ich wollte mit meiner Arbeit, neben meinen gemalten Ikonen, zusätzlich in den dreidimensionalen Raum gehen und den vorhanden Platz nutzen. Dafür habe ich Installationen gebaut. Kleine Kapellen, die in der Mitte des Raumes aufgestellt sind.

Du hast in zweien deiner Installationen eine Leiter eingebaut. Was hat es damit auf sich?

Die Leiter steht als ein Sinnbild. In der christlichen Mythologie wird die Leiter als Symbol für den geistigen Aufstieg verwendet. Die Leitern in meinen Arbeiten symbolisieren dem entsprechend die spirituelle Entwicklung des Menschen, dass dieser sich immer weiter entwickeln kann.

In diesem Sinne vielen Dank für das Gespräch.

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